BMX
BMX ist die Abkürzung für BicycleMotoCross und bezeichnet eine Ende der 1960er in den USA entstandene Sportart, bei der Sportler auf einem 20-Zoll-Fahrrad (20-Zoll-Laufräder) verschiedene Tricks ausführen. Der Vorläufer des BMX war Anfang der 1960er Jahre das so genannte „Sting-Ray“ Fahrrad, welches in weiterentwickelter Form in den 1970ern als Bonanza-Rad nach Europa kam. Mit der Zeit entwickelte man für den harten Einsatz statisch stabilere Rahmen, behielt jedoch den hohen Lenker und das 20-Zoll-Felgenmaß bei.
Der BMX-Sport hat sich seit dem ersten offiziellen Wettkampf in Deutschland 1982 zu einem festen Bestandteil des Bund Deutscher Radfahrer entwickelt. 1996 gewann der Sport durch die amerikanischen Extreme Games (später X-Games) weiter an Popularität. Heute hat sich der Sport mit zwei internationalen, von Fahrern organisierten und akzeptierten Wettbewerbsserien etabliert und wird von einer ganzen Industrie getragen, die sich weitgehend vom konventionellen Fahrradmarkt abgeschottet hat und zum Großteil von Fahrern selbst betrieben wird.
Der BMX-Sport lässt sich in fünf Disziplinen unterteilen: Race, Flatland, Street, Park und Dirt. Dabei gehen die einzelnen Disziplinen stark ineinander über. Die Räder weißen jedoch spezifische Charaktereigenschaften auf.
Entstanden ist das BMX-Rad, als sich Jugendliche in den USA für den Motocross-Sport interessierten, sich aber entweder keine Maschine leisten konnten oder zu jung dafür waren. Daher wurden kleine Fahrräder mit Motorradlenkern ausgestattet und bekamen entsprechende Bereifung. Die Laufräder haben bei den ursprünglichen und auch heute gefahrenen BMX-Rädern einen Durchmesser von 20 Zoll. Die Aluminiumfelgen enthalten meistens mehrere Hohlkammern, also vertikale oder horizontale Wände in Laufrichtung, zur Versteifung des eigentlich recht weichen Aluminiums. Daher sind die mit Hohlkammern versehenen Aluminiumfelgen insgesamt verwindungssteifer als Stahlfelgen, obwohl sie das gleiche oder ein geringeres Gewicht haben. Üblich sind bei BMX-Rädern 36 oder 48 Stahlspeichen, die drei- oder vierfach gekreuzt werden. Auch die Naben sind äußerst stabil und laufen auf Stahlachsen von 10 oder 14 mm Durchmesser. Eine Schaltung haben BMX-Räder nicht. Die Übersetzung lässt sich nur durch Austauschen der Ritzel, der gesamten Nabe oder des Kettenblatts ändern. Die Pedale sind recht groß und robust. Mittlerweile werden immer häufiger Plastikpedale verwendet, da sie in der Herstellung billiger und leichter als die Aluminium- und Magnesiumpedale sind. Dem gegenüber steht allerdings eine verringerte Haltbarkeit. Wenn Bremsen verwendet werden, dann meistens U-Brakes, welche U-förmig um das Rad greifen. Die Bowdenzüge der Hinterradbremse teilen sich kurz nach dem Bremshebel und werden in ein unterhalb des Vorbaus angebrachtes Lager („Rotor“ genannt) geleitet, das bei Betätigung der Bremse auf dem Gabelschaft auf- und abwandert. Als Alternative wird oft auch ein langer Bremsbowdenzug verwendet. Die Anzahl der Bremsen sowie die Nutzung solcher Vorrichtungen hängt vom Einsatzbereich und den Vorlieben des Fahrers ab. Viele Freestyler fahren ohne Bremsen, da sie die Bremshebel als störend empfinden oder mehr Radkontrolle aufbauen möchten. Sie bremsen mit den Schuhen, die sie an der Gabel oder dem Hinterbau des Rahmens anlegen und dann mit den Fußballen auf den Reifen drücken.
Dirtbike
Dirtbikes sind stabile Mountainbikes mit kleinen Rahmen, welche in Bike- und Dirtparks zum Einsatz kommen. Die Komponenten sollten aufgrund des Einsatzgebietes leicht, aber auch stabil sein. Deshalb wird der Rahmen meist aus Chrom-Molybdän-Stahl hergestellt. Ebenfalls werden breite Reifen (2,1 bis 2,4 Zoll) und Felgen mit einem Durchmesser von 24 oder 26 Zoll verbaut. Oftmals sind Dirtbikes mit „Single Speed“ (einfache Übersetzung/keine Schaltung) ausgestattet und besitzen meist nur die Hinterradbremse, um wiederum Gewicht einzusparen und flexibler bei bestimmten Tricks zu sein. Um bei harten Landungen die Stöße auf das Rad und den Fahrer zu minimieren, sind überwiegend Federgabeln (Federweg zwischen 80 mm und 120 mm) montiert. Dennoch finden auch Starrgabeln ihren Gebrauch.
Speziell für diese Kategorie Fahrrad gibt es zahlreiche Wettkämpfe, wie beispielsweise die Extreme Playgrounds. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.



